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ERSTER PREIS DER JUGENDJURY FÜR „FABIAN“ 
33. Bayrische Theatertage 2015

Rund 40 Inszenierungen von 30 verschiedenen Bühnen standen bei den 33. Bayrischen Theatertagen auf dem Festivalrogramm. Mit dem großen Preis der Jugendjury wurde das Landestheater Coburg für die Produktion von Erich Kästners „FABIAN“ ausgezeichnet.
„Torsten Schillings Inszenierung überzeugte mit einem bravourösen Schauspielensemble und Gabriele Wasmuths bildgewaltiger, grotesk-spielerischer Ausstattung.“

33. Bayrische Theatertage 2015 – 03. bis 23. Mai 2015 in Bamberg

www.bayerische-theatertage.de  

Winter

FRÄULEIN BRAUN
Ein Stück für eine Schauspielerin und einen Deutschen Schäferhund von Ulrich Hub

„70 Jahre nach dem Ende der Menschheitskatastrophe Weltkrieg II. forschen wir im Labyrinth von Witz, Gesang, Poesie und Entsetzen nach dem WARUM und dem WIE. Auf eine im Schatten glühende Randfigur der Geschichte zurückblickend, erschrecken wir vor dem kalten Wegblicken in unserer Zeit.“ (Torsten Schilling)

Eva Braun wäre gerne Schauspielerin geworden, stattdessen gerät sie auf Adolf Hitlers Schoß ins Separée der Weltbühne. In ihrer Hochzeitsnacht sitzt sie im umkämpften Führerbunker und plaudert aus dem intimsten Nähkästchen; von der ersten Einladung zum Fleischkäs bis zur Zyankalikapsel im Hochzeitsbett, und erzählt ganz nebenbei deutsche Geschichte von der Warte deutscher „Unschuld“. Wenige Stunden später wird sie treu an der Seite des Führers und millionenfachen Mörders Doppelselbstmord begehen. Auch die Spürnase des allerdeutschesten Schäferhundes stößt erst im Untergang auf die grotesken Haken im tierischen Treiben. Ein Monolog mit bösem Humor und sprachlicher Treffsicherheit, der die Menschlichkeit von Tätern erschreckend sichtbar macht; ein Paradestück des politischen Theaters über unser aller Wegschauen, das den Zuschauer gnadenlos zur Haltung zwingt.

Tageszeitung, 15.05.2015
Ihr könnt mich nun ohne Bedenken Frau Hitler nennen.
So muss Theater sein: Torsten Schilling inszeniert im Meraner Theater in der Altstadt Hubs Stück FRÄULEIN BRAUN mit einer berragenden Antonia Tinkhauser in der Rolle von Hitlers Geliebter und Jordi Beltramo als chaplinesken Schäferhund ... Großartiges Theater.

Dolomiten, 09./10.05.2015
Sie war nie wirklich hier ...
Mit FRÄULEIN BRAUN schuf Ulrich Hub ein unfassbares Stück deutscher Geschichte, das Torsten Schilling mit größter Akribie und auch Empathie auf die Bühne gebracht hat ... Er hat aus diesem Text eineinhalb Stunden dichtestes Theater geschaffen.

Theater in der Altstadt Meran – Premiere: 07. Mai 2015

Inszenierung: Torsten Schilling
Ausstattung: Katrin Böge

www.tida.it

Winter

LINEA FUSCA
Eine Geschichte übers Lieben. Von Doris Brunner

Die Brixner Autorin Doris Brunner zeichnet in LINEA FUSCA das berührende Porträt eines jungen Paares, dessen Kind verstirbt. Eine Achterbahnfahrt zwischen Vorfreude und Verlust, Sprachlosigkeit und Schuldzuweisungen, Annäherungen und Abgrenzung, Lieben und Loslassen. Aber auch eine poetische Liebesgeschichte, mit all ihren leisen und lauten Tönen – eine Linea Fusca, eine Liebeslinie, die nicht verblasst.
Das Stück LINEA FUSCA greift Tabuthemen auf: der Tod von (ungeborenen) Kindern, die Trauer der verwaisten Eltern und ihren unterschiedlichen Umgang damit. Themen, über die zumeist geschwiegen wird: Sprachlosigkeit nicht nur bei den Betroffenen, sondern auch in der Gesellschaft.

Der Brixner, 04.2015
Alles Leben bereits geatmet
Mit Inszenierung des Stückes „Linea fusca“ der Brixner Autorin Doris Brunner greift die Gruppe Dekadenz in Brixen mutig ein heikle Thema auf: den Verlust eines Kindes.
Für die Umsetzung dieses bemerkenswert poetischen Werkes zeichnet Torsten Schilling verantwortlich, der sich wie kaum ein anderer Regisseur intensiv mit den jeweiligen Inhalten auseinandersetzt. Auch dieses sensible Thema über Tod und Trauer bringt der Meister behutsam auf die Bühne. Klug eingesetzte Pausen beim Szenenwechsel geben dem Zuschauer Gelegenheit, Luft zu holen und das Geschehen zu verarbeiten ... Das Publikum zeigt sich bewegt von den poetischen Bildern und dem berührenden Spiel.
Mit dieser eindrücklichen Inszenierung und anschließenden regen Diskussionsrunden wurde ein wichtiger Schritt zur Enttabuisierung dieses Themas gegangen.

Gruppe Dekadenz, Brixen – Premiere 28. März 2015 – Uraufführung

Inszenierung: Torsten Schilling
Ausstattung: Andrea Kerner
Musik: Manuel Randi

www.dekadenz.it

Winter

DER HUNDERTJÄHRIGE, DER AUS DEM FENSTER STIEG UND VERSCHWAND
Der Bestsellerroman von Jonas Jonasson als österreichische Erstaufführung

Allan Karlsson begeht seinen hundertsten Geburtstag und eigentlich hätte der alte Schwede allen Grund zum Feiern. Da er aber noch nie ein Freund großer Feierlichkeiten war, steigt er aus dem Fenster und verschwindet. Der schelmische Zufall spielt Allan einen Koffer in die Hände mit 50 Millionen Kronen! – Klar, dass fortan nicht nur Presse, Polizeikommissarin und Staatsanwalt ihr Interesse auf den „Opa“ richten, sondern gleichfalls eine Schar dubioser Gangster. Es entwickelt sich ein Roadmovie, welches immer wieder in die Vergangenheit springt und Einblicke in Allans Leben gibt, das geprägt war von exzentrischen Begegnungen mit Präsidenten, Diktatoren und wissenschaftlichen Koryphäen sowie dem ständigen Wechsel zwischen Luxus und Kerker: Eine Herausforderung für Bühne, Inszenierung und Schauspielerteam sowie ein rasendes Vergnügen für das Publikum, welches an mancher Stelle auch verblüfft sein wird vom Übermaß an (un)politischer Naivität und Verantwortungslosigkeit des Protagonisten. Vielleicht ein Weg, dem großen Lauf der Welt den Ernst zu verweigern – oder eben zumindest über hundert Jahre alt zu werden.

Tiroler Tageszeitung, 10.03.2015
Spirituosen und Sprengstoff
Regie führte Torsten Schilling, der sich an selber Stelle bereits mit Arto Paasilinnas „Der wunderbare Massenselbstmord“ (2013) als Experte für schnapsgetränkte Selbstfindungstrips durch Skandinavien bewies …
Dieses waghalsige Durcheinander organisiert Schilling, der auch für Dramaturgie und Bühne verantwortlich zeichnet, durch kurze ineinander übergehende Szenen … der mit über zwei Stunden Spielzeit nicht unbedingt kurzen, aber alles in allem kurzweiligen Posse.

Bezirksblätter, 16.03.2015
Der Wahnwitz als Methode
Das Westbahntheater präsentiert Jonas Jonassons famosen Debütroman über einen hundertjährigen Ausreißer als liebenswert-durchgeknalltes Theater-Spektakel ...
Wer den Roman kennt, weiß: Da wird einiges an Stoff verhandelt. Umso beachtlicher ist es, dass es in der Theaterfassung tatsächlich gelingt, die Spannung zu halten. Dies liegt natürlich nicht zuletzt an Schillings konsequent durchgezogenen Inszenierungsansatz, mit dem die ohnehin schon skurrile Handlung quasi noch spielerisch überhöht wird. Dass der Ansatz tatsächlich aufgeht und die immerhin zweieinhalb Stunden wie im Flug vergehen, ist der erstklassigen Besetzung und der überbordenden Spielfreude eines jeden Einzelnen geschuldet.

Westbahntheater Innsbruck – Premiere: 07. März 2015

Inszenierung und Bühne: Torsten Schilling
Kostüme: Luka Oberhammer

www.westbahntheater.at

Winter

TYPO+LYRIK 
zum weihnachtlichen Kunstmarkt im Schloss Kallmünz

Lyrische Texte großer deutscher Romantiker ... Kerstin Kahl hat sie alltagstauglich als Halsketten „aufgefädelt“, ausschließlich als Unikate in schwarz und weiß.

Schloss Kallmünz Meran – Dezember 2014

www.kallmuenz.it

Winter

FABIAN
Schauspiel nach dem Roman von Erich Kästner

In düsteren Zeiten tanzt er auf dem Vulkan: Jakob Fabian, Titelheld des Romans von Erich Kästner, durchstreift Anfang der 30er Jahre den Mythos des wilden Berlins, mit seinen Nachtclubs, Tanzlokalen, politischen Auseinandersetzungen. Als intellektueller Beobachter hält er seine Distanz zu den Entgrenzungen seiner Zeit und steckt doch mitten darin. Gemeinsam mit seinem Freund Labude versucht er, der hysterischen Lebenslust der Großstadtgesellschaft irgendeinen Sinn zu entlocken. Die Begegnung mit Cornelia lässt für kurze Zeit das Bild einer möglichen gemeinsamen Zukunft, eines von gegenseitiger Verantwortung geprägten Lebens entstehen – doch als Cornelia die langersehnte Gelegenheit zu einer Filmkarriere ergreift und Fabian dafür verlässt, und dieser auch noch seine Stelle als Werbetexter bei einer Zigarettenfirma verliert, ergreift die Verunsicherung der Epoche mehr und mehr Besitz von ihm. Als geschickte Verbindung von Großstadt-, umgekehrtem Bildungs- und Gesellschaftsroman entfaltet „Fabian“ einen Sog von visionärer Kraft, die ihresgleichen sucht. Die Amüsierwut einer zu Grunde gehenden Gesellschaft treibt immer groteskere Blüten; der Anspruch des Moralisten zieht sich auf immer aussichtslosere Nebenschauplätze zurück. Unter dem Zaubermantel der unendlichen Unterhaltung blitzt die nackte materielle Not hindurch. Und in den apokalyptischen Traumbildern, die Kästner entwirft, spiegeln sich sowohl die Zukunftswelten der zeitgenössischen Science Fiction als auch surrealistische Bilder des Unbewussten.

Main-Echo, 20.04.2015
Und nach dem Untergang die Dummheit
Anfangs wirkt Fabian noch wie ein blasierter und zynischer Beobachter der Monstrositäten des zum „Sodom und Gomorrha“ geronnenen Berlins zwischen den Weltkriegen. Die menschlichen Zerrgestalten auf der Bühne scheinen Bildern von Georg Grosz und Otto Dix oder Romanen von Lewis Carroll entsprungen zu sein. …
Es sind überdrehte Szenen mit grotesk herausgeputzten Huren, hysterisch schreiendend, tuberkulös hustend, und alten Männern, die so lüstern wie hässlich sind. Und doch ist Pornografie anders. Hier wird – übrigens nie textilfrei – überzeichnet, um den Verlust von Menschlichkeit fühlbar zu machen. …
Das Coburger Theater schafft es mit nur sieben hervorragenden Darstellern, die aus den Fugen geratene Welt der gar nicht Goldenen Zwanziger in einem expressionistischem Fieber-Panoptikum vorbeiziehen zu lassen.

Landestheater Coburg – Premiere: 19. Dezember 2014 – Uraufführung

Inszenierung: Torsten Schilling
Ausstattung: Gabriele Wasmuth

www.landestheater-coburg.de

Winter

SUNSET – ALL DAS SCHÖNE WEISSE PAPIER
Dramatisierung von Dirk Olaf Hanke und Torsten Schilling
nach dem Roman „Sunset“ von Klaus Modick

Wir schreiben das Jahr 1956 in den Vereinigten Staaten von Amerika. Zu dieser Zeit ist der große Lion Feuchtwanger dort im Exil und vorrangig mit dem Alter und seinen entsprechenden Gebrechen beschäftigt. Da trudelt die Nachricht vom Tod des viel jüngeren Freundes Bertolt Brecht ein, dem er einst Mentor war. Feuchtwanger begibt sich in die Erinnerung, hält Zwiegespräch mit dem verstorbenen Freund. Er reminisziert ihre gemeinsame Geschichte, ihre Schriftstellerkarrieren, vor allem aber ihre Freundschaft. Der Roman von Klaus Modick erzählt nicht nur die Biografien zweier großer Schriftsteller, die unterschiedlicher nicht sein könnten in Charakter und Werk, sondern beleuchtet dabei auch noch zwei wichtige historische Epochen: den Nationalsozialismus und die McCarthy-Ära. Als wäre dies nicht genug, verführt der Rückblick Feuchtwangers zur Reflexion über das eigene Leben, das Alter und die Vergänglichkeit. Natürlich rückt dabei ein Thema ins Zentrum, das heute aktueller denn je ist: das Leben und Arbeiten in der Fremde und die damit verbundene Sehnsucht nach Heimat. Trotz der Ernsthaftigkeit des zu untersuchenden Gegenstandes bietet dieser episodenhafte Erzähltheaterabend auch Humor und Unterhaltung, wenn wir die Spieler auf ihrer Reise begleiten, ja selbst zum Teil derselben werden.

Mühlacker Tagblatt, 19.11.2014
Keine trockene Geschichtsstunde
Im Podium des Theaters Pforzheim fand die Uraufführung eines Theaterstücks um Lion Feuchtwanger statt, das sowohl literarisch als auch politisch interessant ist. …
Ein lebendiges Stück Theater, das dramaturgisch geschickt gebaut und ganz im Sinne von Bertolt Brecht unterhaltsam ist. … Eine sehens-, hörens- und nachspielenswerte Uraufführung.

Theater Pforzheim – Premiere: 7. November 2014 – Uraufführung

Inszenierung: Torsten Schilling
Ausstattung: Steven Koop

www.theater-pforzheim.de

Winter

ARCHE - EINE FESTUNG F*ÜR TIERE
Sonderausstellung auf der Festung Franzensfeste

Katastrophenängste, die die Menschheit in ihrem Naturverhältnis erträumt und erlebt hat, sind im Bild der Arche gespeichert. Der biblische Mythos von der Arche Noah ist eine der ältesten und faszinierendsten Geschichten der Menschheit. In Anbetracht der Klimaerwärmung kommt er der augenblicklichen Verunsicherung so nahe wie kein anderes Grunddokument der Geistesgeschichte. Der schmelzende Eisberg ist das Symbol unseres Zeitalters, wir leben in „vorsintflutlicher Zeit” – oder schon mitten darin.
„Arche – Eine Festung für Tiere“ – so der Titel der Sonderausstellung auf der Festung Franzensfeste, kuratiert von Heinrich Schwazer. Für die Gesamtgrafik zeichnet Kerstin Kahl.

Festung Franzensfeste – Ausstellungseröffnung 12. Juli 2014

Kurator: Heinrich Schwazer
Grafik und Ausstellungskatalog: Kerstin Kahl

www.festung-franzensfeste.it/arche

Winter

WINTER
von Jon Fosse

„Winter“ ist ein Stück über Liebe, Abhängigkeit, Angst, das Begehren und die Hoffnung – Themen, alt wie die Welt und doch immer neu: ob Strindberg oder Loriot, ob „Sex in the City“ oder „Der letzte Tango von Paris“. Ein Mann, eine Frau, vier Szenen zwischen Strasse und Hotelzimmer. Der Mann – verheiratet und Vater von zwei Kindern – hat einen Termin in der Stadt. Er setzt sich kurz auf eine Bank. Eine Frau kommt auf ihn zu. Sie beginnt mit ihm zu sprechen. Er nimmt sie mit in sein Hotelzimmer. Bald hat der Mann kein Frau und keine Kinder mehr und auch keine Termine, nur noch die Bank im Park, auf der er ab jetzt wartet, und das Zimmer im Hotel, auf das er die Frau von nun an inständig bitten muss.


Tageszeitung, 15.01.2014
Feines Gehör und sublime Körpersprache!
... Schillings Inszenierung ist Text- als Phonemexegese, sie ist Einhören in einen Sprachklang, der keine Ungenauigkeiten duldet. Allein zu wissen, wie man auf 20 unterschiedliche Arten „Ja“ sagen kann, fordert enorme Gegenwart und Gefühl für das Sprachmaterial – und zwar von Seiten des Regisseurs wie von den Schauspielern. Dazu kommen die zahllosen Pausen, in den die Sprache vollkommen die Richtung ändern kann. Fosses charakteristische Sprachbehandlung ist die Replik und die Wiederholung der Repliken, die einen Resonanzeffekt wie in einem Lied bilden. Das Eigentliche, worum es geht, wird nicht benannt, sondern nur alles, was darum herum ist.
Das kann ermüdend sein, aber Schilling denkt gar nicht daran, unsere Aufmerksamkeit zu zerstreuen. Das merkt man weniger an der Handlung selbst als an ihren Pausen. Den Augenblicken, in denen die Frau und der eher unbeholfen wirkende Mann innehalten. Das Paradoxe daran: Die Pausen halten das Gespräch an, andererseits führen die kurz und kürzer werdenden Sätze und Repliken zu einer Beschleunigung des Tempos.
Feines Gehör und sublime Körpersprache – das sind die Ingredienzien, mit denen Schilling seine Darsteller Andrea Haller und Reinhardt Winter ausstattet. Zita Pichler hat für sie eine Parkbank gebaut, die sich in das Doppelbett eines Hotels verwandeln lässt.
... Selten ist eine Aufführung derart identisch mit ihrem Ton. Sie teilt nur mit, was das Wichtigste ist. Das Wichtigste ist, dass es unmöglich ist zu sagen, was sie mitteilt. Das fasziniert.
(Heinrich Schwazer)

Theater in der Altstadt, Meran – Premiere 8. Januar 2014

Inszenierung: Torsten Schilling
Ausstattung: Zita Pichler

www.tida.it

Winter

HOLZERS PEEPSHOW
von Markus Köbeli

„Da, wo die Welt noch in Ordnung ist - weil sie ist, wie sie ist“, steht der Bergbauernhof der Holzers. Hier bestimmt die Natur das gesunde Leben und die Generationen arrangieren sich glücklich unter einem Dach - so scheint es. Doch die Idylle hat Risse bekommen, seit nur noch eine Kuh im Stall steht, die Landwirtschaft nichts mehr abwirft und auch noch der Skilift als Nebenerwerb ausfällt, weil der jetzt automatisch betrieben wird. Die stoische Familienharmonie bröckelt. Die Zeit wird zum Schlagbohrer und rotiert gegen alles, was den bewährten Trott bedroht. Der Kitt der Gewohnheit kann die Kampfgräben im Untergrund des Ehe-Alltags nicht mehr glätten. Eine Idee soll Licht ins Dunkel bringen: Die Peepshow der besonderen Art! Für die am Straßenrand pinkelnden und fotografierenden Touristen inszeniert sich die Familie nun als lebendes Folkloremuseum. Dieser absurde Bauernschwank bringt zwar allerlei Geld in die Kassen (und in die Taschen windiger Subunternehmer), gerät aber zunehmend außer Kontrolle und verzerrt das heimelige Grinsen zur lächerlichen Fratze des totalen Identitätsverlustes.

Im Josef-Resch-Haus, Innichen – Premiere 15. November 2013

Inszenierung:      Torsten Schilling
Ausstattung:  Katrin Böge-Mair

www.theaterwerkstatt-innichen.com

Winter

IL RIFUGIO
wenn die nacht keine tür hätte
woher käme der tag

Ein theatralischer Abend anlässlich des 20jährigen Bestehens des Frauenhauses Meran, von und mit Bewohnerinnen des Frauenhauses. In Zusammenarbeit mit Christina Khuen und Johanna Porcheddu.

Im Theater in der Altstadt, Meran – 30. und 31. Oktober 2013

www.tida.it

CLUB DER ENTTÄUSCHTEN
von Felicia Zeller

Fünf Menschen auf dem gesellschaftlichen Abstellgleis, die sich auf wunderbar komische Art nicht kleinkriegen lassen. Fünf Menschen, die ihre Individualität nicht in Formulare wickeln, sondern ihren Traum vom Glück in die Welt singen.
Kann man ernsthaft eine Komödie über die Beschäftigungstherapie von Arbeitslosen schreiben? Felicia Zeller beweist dies mit fulminantem Sprachwitz und zwingt uns obendrein zu assoziativen Erinnerungsbildern an die eine oder andere bekannte Amtsstube: Aufgrund einer Arbeitsbeschaffungsmaßnahme treffen sich jeden Morgen fünf Menschen zwangsweise in einem Büro und ergeben sich ihrer vom Arbeitsamt organisierten Sinnlosigkeit. Ein Weiterbildungskurs für die Statistik und das Selbstwertgefühl. Zwischen Kaffeemaschine, Schrottcomputer und Billigkopierer verausgabt sich ungenutzte Lebensenergie in Empörungs- und Balzritualen. Mit ins Absurde getriebenen Redeschleifen und Tätigkeitsloops kurbeln die liebenswert verzweifelten Figuren ihre Lebensläufe – gleich hängen gebliebenen Schallplatten – immer neu an. (stol.it)

Dekadenz Brixen, Anrainerkeller – Premiere 14. September 2013

Inszenierung: Torsten Schilling
Ausstattung:   Andrea Kerner
Musikal. Leitung   Andi Ellecosta

www.dekadenz.it

COWBOY, COWBOY
von Kim Fupz Aakeson

Die Stimmung in Buds Saloon ist auf dem Nullpunkt. Die Animiermädchen Patty und Dotty sind ohne Animation, der fegende JimJim ohne Reinlichtkeitssinn und der Gastwirt Bud ohne Gäste. Nur wenn sich Jack, der kaltblütige Killer (seine Eltern haben sich getrennt, nicht voneinander, sondern von ihm), durch die Schwingtür schwingt, kommt Leben in die Bude. Leben, das durch seine Launen allerdings auch schnell wieder zu gehen droht.
Doch als ein strahlender Held (aus dem Klo!) auftritt, kommt es zum finalen Duell zwischen Gut und Böse ...

„Aus solchen Shaghetti-Western-Motiven und einem ordentlichen Schuss Pulp-Ästhetik besteht die Wild-West-Parodie ´Cowboy, Cowboy´ des dänischen Autors K. F. Aekeson. Torsten Schilling hat sie mit der Theaterwerkstatt Innichen inszeniert und die mit Sicherheit schrägste Bühnenshow des Jahres kreiert...“ (Tageszeitung, 21.05.13)

In der ehemaligen Werkhalle der Firma E. Schäfer, Innichen – Premiere 17. Mai 2013

Inszenierung: Torsten Schilling
Musik: Benjamin Putzer, Martin Gasser

www.theaterwerkstatt-innichen.com

DER WUNDERBARE MASSENSELBSTMORD
von Arto Paasilinna

„Darf man so spielerisch mit einem heiklen Thema umgehen? – Oh ja, wenn man es zu solch einem melancholisch irrwitzigen Plädoyer fürs Leben macht, wie das der populäre finnische Romancier Paasilinna tut, unbedingt!“
Ein bankrotter Geschäftsmann und ein ausgemusterter Oberst treffen am Morgen nach dem Johannisfest in einer Scheune aufeinander, wo sie ihrem trüben Leben mittels Revolver und Schlinge zum vorzeitigen Ende verhelfen wollen. Ihr Vorhaben verschiebend, entwickeln sie in der Sauna die Idee, sich mit Gleichgesinnten zu organisieren: Eine Zeitungsannonce ... ein Seminar ... ein gecharterter Reisebus – die Sache kommt ins Rollen, überschlägt sich förmlich. Und plötzlich befinden sich alle inmitten eines melancholisch-skurrilen Roadmovies über das Glück des Scheiterns. Eine einzigartige Reise ohne Wiederkehr, voll liebenswerter Klischees, lakonischen Humors, schräger Musik und mit einer ordentlichen Ladung Anarchie. „Am allerwichtigsten in diesem Leben ist der Tod, und auch der ist nicht wirklich wichtig.“ (Finnische Volksweisheit)

„´Umbringen können wir uns auch morgen, oder vielleicht nächste Woche´...Torsten Schilling hat den Roman für die Bühne adaptiert und im Innsbrucker Westbahntheater mit einem überaus spielfreudigen Ensemble inszeniert. Ein wunderbarer Abend ist daraus geworden. Ein Abend im Fegefeuer der Lebensmüden, der in der Brüderlichkeit der Weltverdrossenen ausklingt, ein Roadmovie express in die Fülle des Lebens...“ (Tageszeitung, 06.03.13)

Westbahntheater Innsbruck – Premiere 2. März 2013

Inszenierung:  Torsten Schilling
Ausstattung:  Katrin Böge-Mair
Musik:  Maria Steppan

www.westbahntheater.at

PFITSCHER
Ein Film von Florian Kofler und Julia Gutweniger
AT/IT 2013, 40 min.

In einem Dorf in den Südtiroler Alpen wird man schnell zum Rebellen: Es genügt, sich an den Wildbach zu legen, und nicht zu den anderen ins Freibad.
Pfitscher, der Debütfilm von Florian Kofler, erzählt von solchen kleinen Fluchten und dem Jungen, der sie mit wachsendem Selbstbewusstsein begeht: Dem zehnjährigen Patrik, der den Sommer bei seinem bis dahin unbekannten Vater, einem Forellenzüchter, verbringt.
Die Beziehung zwischen Mann und Buben wird als pragmatisches Beiwerk der Betriebsroutine erzählt. Täglich Fische füttern, abkeschern und erschlagen. Räuchern, verpacken – und am Abend schweigend Grillhuhn essen, mit den Fingern direkt aus der Aluverpackung, dazu Cola, und Playstation zum Nachtisch. Erst als Patrik mit Melli, einer jungen Frau, die gerade ihren Sommerjob verloren hat, in die Wälder zieht, sonnenbadet auf warmen Felsen und in das steinerne Becken unter einem Wasserfall springt, spürt er sich selbst als eigene Kraft. Wer hier eine klassische Erste-Liebe-Story vermutet liegt falsch – und doch wieder richtig, denn Patrik erkennt als Voraussetzung zu selbstbestimmtem Handeln die Liebe zum Leben und zu sich selbst.

Die Laiendarsteller agieren angenehm zurückgenommen im Südtiroler Dialekt. Und auch sonst geht Pfitscher bewusst sparsam mit Dialogen und erklärenden Momenten um. „Wissen die Fische, dass sie hier sind?“, fragt einmal Patrik, nachdem er mit der Taucherbrille ins Dunkel des Forellenbeckens gespäht hat. Sein Vater zuckt verständnislos die Schultern.

Pfitscher ist die Geschichte eines Kindes, das aufwacht, um Fragen zu stellen – und insofern ein coming-of-age-Film im besten Sinne. Nicht ums Erwachsenwerden geht es dabei, sondern darum, nicht so wie diese Erwachsenen im eigenen Alltag zu erstarren. Darum endet der Film auch mit einem ungewöhnlichen Aufbruch. (Maya McKechneay)

„Pfitscher“ stand im Programm des CROSSING EUROPE Film Festival Linz 2013 und wurde von der Jury anerkennend hervorgehoben. Special Mention! Glückwunsch!

www.sixpackfilm.com/de/catalogue/show/2069

WINTERREISE
von Elfriede Jelinek mit Musik von Franz Schubert

Fremd in der Welt und fremd gegenüber dem eigenen Leben, folgt Elfriede Jelinek den Spuren des Wanderers aus Franz Schuberts Winterreise. Mit gefrorenen Tränen irrt jener über düstere, eisige Pfade, jene durch verzweifelte Wortgeflechte von beeindruckender Klarheit. Beide auf der gnadenlosen Suche nach dem Licht, im Kampf zwischen Traum, Selbsttäuschung und brüllendem Gewissen, im Schmerz ihrer Fehlbar- und Endlichkeit. Ihre Kristalle aus Wunden und Siegen, aus Hass und Humor verschmelzen zur Ehrlichkeit, die uns zärtlich berührt, die uns brennend heiß durchbohrt. Ihre Fragen sind unsere! Und sie schonen uns nicht!
Wir buchen um: vom Feinfrostfest Weltuntergang, zur Reise in den verschneiten Wahnsinn unserer Gegenwart – die der Moment vor dem Sturz von der Piste ist. Wir buchen um: von vorgespielter Selbstgefälligkeit zu mitgelebter Trauer, Wut und Hoffnung – welche Spuren des Frühlings als Neustart in den Schnee drücken könnten. Es wäre ja möglich, dass die Sonne unser Hirn enteist, unser Herz erwärmt, unsere Ohren für die Leier wieder räumt und/oder mit grünendem Witz unsere Augen wieder blühen lässt. – Aber wer kann schon wissen, wie eine Abenteuerreise ohne Rückflugs-versicherung endet?

Produktion zum „Festival Freies Theater“, Innsbruck – Premiere 2. Dezember 2012

Inszenierung: Torsten Schilling
Raum/Video/Ton: Florian Kofler
Choreografie: Benito Marcelino

www.westbahntheater.at

3 SCHASSTROMMELN FÜR SÜDTIROL
Ein witzig-spannender Kampf der Kulturen ...

Ein musikalisches Kabarett, das die schwarze Seele Wiens der weißen Weste Südtirols gegenüberstellt. Ein Weg voller Fettnäpfchen, gemeinsamen Lachens und Weinens, mit Gegensätzen, die sich anziehen, und Menschen, die sich seelisch ausziehen.
Die drei österreichischen Schauspielerinnen Christina Khuen, Susan La Dez und Margot Mayrhofer – sie leben seit vielen Jahren in Südtirol –  dienen als rot-weiß-rotes Sprachrohr.

Eine Produktion der Gruppe Dekadenz – ab März 2012 auf Südtirols Bühnen unterwegs.

Idee und Schauspiel: Christina Khuen, Susan La Dez, Margot Mayrhofer
Text und Regie: Dietmar Gamper – Musik: Matteo Facchin

www.dekadenz.it

LAND OHNE WORTE
von Dea Loher

„Land ohne Worte“ von Dea Loher ist eine Reflexion über die Möglichkeit von Kunst in unserer heutigen Welt. In K., einer Stadt am Rande der Menschlichkeit, hat eine Malerin Krieg, Gewalt und Armut erlebt, die sich nicht mehr darstellen lassen. Seither weiß sie nicht mehr, was ihr Sujet in der Kunst noch sein könnte.
Dea Loher hat ein eindrucksvolles Monodrama geschaffen, das die unbequeme Frage stellt, was Kunst in unserer Welt darstellen, bewirken, verändern kann.

Theater in der Altstadt Meran – Premiere 12. Januar 2012

Inszenierung:      Torsten Schilling
Ausstattung:  Zita Pichler
Musik:  Kerstin Bernhard
Darsteller:  Christina Khuen, Kerstin Bernhard

www.tida.it

TRIUMPH DER PROVINZ
Eine provokante Selbstreflexion in Sachen Lebensalltag!
von Felicia Zeller

Die Welt ist rund und ein Dorf. Darüber geht unbarmherzig die Sonne auf und nieder. Felicia Zellers Figuren reden Erstaunliches in erstaunlichem Tempo, als ob sie sich mit jedem Wortfetzen neu erfi nden wollten. Ihr Sprachfl uss soll sie wegbeamen aus dem ewigen Reich der Blumenrabatten, Doppelgaragen, Parkbank- und Eigenheimidylle - doch er führt sie nur weiter weg von sich selbst. Ob alternder Märchenprinz oder abgehalfterte Fernsehdiva, ob Wohlstands-Hippie mit körpergesteuerter Wahrnehmung oder naive Provinzgöre mit Pop-Star Allüren, ob lieblos frustriertes Ehepaar oder glücklich verblödetes Liebespaar - alle reden, denken, träumen, agieren sie aneinander vorbei. Und ein musizierendes Schaf gibt der Nachbarschaft Richtung und Tempo vor. Wenn denen und uns endlich klar wird, wie idiotisch die Illusion von Metropolen ist, bleibt zumindest noch die Hoffnung auf die Erlösung durch Außerirdische - oder...?

Torsten Schilling im Gespräch mit den Dolomiten, 24.11.2011 ...weiterlesen 

Im Josef-Resch-Haus, Innichen – Premiere 24. November 2011

Inszenierung:     Torsten Schilling
Musik:    Martin Gasser

www.theaterwerkstatt-innichen.com

LEONCE UND LENA
von Georg Büchner

Clownerie, Philosophie und Satiere; poetisches Welttheater und phantastisches Spektakel; derbe Komik und zarte Liebe – all das steckt in Büchners „Leonce und Lena“.

„Das ironisch-parodierende und ebenso zeitkritische Lustspiel Georg Büchners erhält durch die Interpretation des Regisseurs Torsten Schilling neue, erfrischende Nuancen, wird mit viel Zeitgeist, Wortwitz und durch die Musik der Ziehharmonika, die eine satirische Note beifügt, aufgepeppt. Die Aufführung lebt vor allem von den abwechslungsreichen, gekonnt dargebotenen Rollen: Jedem Charakter, sei es Valerio, König Peter, den ungeschickten Polizisten an der italienischen Grenze oder natürlich Leonce und Lena – jedem sind charakteristische, prägnante Markmals beigefügt.“ (Zett, 09.2011)
„Die Inszenierung von Torsten Schilling zeigt sich als urkomisch und poetisch zugleich, clownesk und pointiert – und harmonisch rund in seiner Vielschichtigkeit.“ (Brixner, 09.02.2011)

Eine Koproduktion Dekadenz Brixen/Carambolage Bozen – Premiere 22. September 2011

Inszenierung:  Torsten Schilling
Ausstattung: Andrea Kerner
Musik: Matteo Facchin

www.dekadenz.it / www.carambolage.org

„Produktion des Jahres“ – Wiederaufnahme an den Vereinigten Bühnen Bozen: 
DIE WALSCHE von Sabine Göttel nach dem Roman von Joseph Zoderer

Nach dem überwältigenden Erfolg in der Saison 2009/10 bringen die Vereinigten Bühnen Bozen Torsten Schillings Inszenierung von Zoderers Roman-Adaption „Die Walsche“ auch 2011 nochmals auf die Bühne.
Von der Neuen Südtiroler Tageszeitung wurde diese Theaterarbeit zur „Produktion des Jahres 2010“ gekürt: „Schillings kammerspielartige Verdichtung des Zoderer-Stoffes vom Weggehen und Ankommen, vom Fremdsein und Sich-Zuhause-Fühlen war bei der Kritik und beim Publikum ein Renner: Genau genommen ist es die beste Produktion, die die VBB jemals geboten haben und die ihrer ureigensten Aufgabe am nächsten kommt...“

Inszenierung: Torsten Schilling
Ausstattung: Anja Imig

www.theater-bozen.it

ZIRKUS SARDAM
von Daniil Charms am Theater in der Altstadt

Zu Jahresbeginn ist im Meraner Theater in der Altstadt Daniil Charms’ absurdes Marionettentheater „Zirkus Sardam“ in einer Schauspielfassung von Torsten Schilling zu sehen:

„Die Vorstellung in zwei Akten ist ein eineinhalbstündiges Feuerwerk an bizarren Regieeinfällen und ausgefallenen Gags, die das Publikum immer wieder mit Applaus auf offener Bühne belohnt.“ (Dolomiten)
„Am Schluss ist das Stück in Vergangenheit und Gegenwart zugleich angekommen – bei Stalin und in den Fernseh-Seifenopern des Bunga-Bunga-Premiers. ... das Happy End fällt aus – wie im Leben des Autors, der 1942 in Leningrad verhungerte. Ein düsterer Ausblick? Wohl kaum. Eher eine Aufforderung. ... Nichtbeachtung als Mittel gegen Selbstherrscher? Warum eigentlich nicht? Auch deshalb: ein schöner Abend.“ (Die Neue Südtiroler Tageszeitung)

Inszenierung: Torsten Schilling
Ausstattung: Zita Pichler
Musik: Markus Jason Nussbaumer

www.tida.it

TITANIC. EIS. CRASH.
Torsten Schilling probt mit der Theaterwerkstatt Innichen den Untergang

Im Becken des Schwimmbades des „Parkhotel Sonnenparadies“ geht Torsten Schilling mit der Theaterwerkstatt Innichen auf Tauchstation und lädt das Publikum zu einem „etwas anderen Theaterabend“ ein.
Eine Gruppe von Menschen: Auf dem Meeresgrund oder auf dem Boden eines leeren Pools, mitgerissen von den nassen Wogen ihres Schicksals oder gefangen im ausgetrockneten Käfig ihrer Illusionen. Und doch gibt es Hoffnung, Träume und Lachen – weil sie es sind, die das Leben treiben, bis zuletzt.
Die Grundlage für diese besondere Aufführung bildet Hans Magnus Enzensbergers Text „Der Untergang der Titanic“, der mit zynischem und ironischem Ton die Fortschrittgläubigkeit und gesellschaftliche Missstände anprangert.

Im alten Schwimmbad des Parkhotels „Sonnenparadies“ – Premiere 23. Oktober 2010

Inszenierung: Torsten Schilling
Musik: Martin Gasser

www.theaterwerkstatt-innichen.com

NEUNZEHNUHRDREISSIG
Julia Gutweniger & Florian Kofler in einer Gemeinschaftsausstellung
in der Galerie Erwin Seppi, Meran

Wir nehmen wahr und werden wahrgenommen, und irgendwo, zwischen dem einen und dem anderen, ist die unscharfe Grenze des Privaten. Tatsache ist, dass große Fernsehproduktionsfirmen diese Lust, andere zu beobachten, heute zum Inhalt ihrer Produktionsidee machen (Big Brother, Verkuppelungsshows, Talkshows etc.). Aber was genau steckt dahinter? Und wie reagieren wir wirklich auf diese beiden Rollen?
Die Doppelausstellung NEUNZEHNUHRDREISSIG ist um all diese Fragen herum gebaut. Sowohl Julia Gutwenigers Ölbilder, als auch Florian Koflers Videoinstallation behandeln Einblicke in Privates. Künstlerisch gestaltete Fenster, die den Blick auf Momente des Alltags frei geben zum einen, filmische Szenen des Alltags, die als Bestandteil und in Gestalt eines Modellhauses die Wirklichkeit auf unser Wahrnehmen projizieren zum anderen. Der Betrachter wird dabei immer auch zum Ausstellungsgegenstand, denn Voyeurismus ist das Thema und verbindendes Element. Das Modell mit den acht Wohnungen wird um den Ausstellungsraum und seine Besucher erweitert. Am Objekt, an den Bildern und an sich selbst lassen sich damit sowohl die Neugier als auch Voyeurismus entdecken. Und zwar selbst dort, wo man sich dem entziehen will.

Galerie Erwin Seppi, Laubengasse 75, Meran – Oktober 2010

www.erwinseppi.org

HERE BECAUSE WE´RE HERE
Zita Pichler als Ausstatterin bei der ALPSMOVE-Eigenproduktion 2010

Der Choreograf und Regisseur Arthur Rosenfeld (USA, Netherlands) durchleuchtet in „Here Because We’re Here“ mit viel Humor die Probleme und Problemchen der Südtiroler Tanzszene – Thema für einen lustvollen Tanz-Theater-Abend. Für Kostüm und Bühne zeichnet Zita Pichler.

www.alpsmove.it

PLAKATSERIE TANZ-THEATER-BEWEGUNG
Das Tanzfestival ALPSMOVE präsentiert sich heuer zum vierten Mal mit einem Werbemotiv von Kerstin Kahl

ALPSMOVE feiert heuer ein kleines Jubiläum – zum fünften Mal schafft das Festival Raum für Südtiroler Tanzszene. Und zum vierten Mal präsentiert sich das Festival mit einem Werbemotiv von Kerstin Kahl in der Öffentlichkeit.

www.alpsmove.it

ZWÖLF MONATE ZWÖLF MÄNTEL
Ein textiler Kalender für das Jahr 2008 – von Christina Khuen

Monat für Monat ein neues Stück, ein Einzelstück, handgearbeitet, inspiriert von der jeweiligen Jahreszeit, von Texten, Farben, Gerüchen, Tönen und Menschen – gefärbt, bestickt, genäht - ausgestellt an verschiedenen Orten Merans oder auch anderswo.
Der aktuelle Mantel des Monats präsentierte sich jeweils in einer Schauvitirine im Innenhof von Schloss Kallmünz, dann machte er sich auf die Reise... Frauenmuseum Meran, Walter Thaler Dantestrasse 29, Gabriele Bertagnolli Passeiergasse, Officin S, Cafe Goldegg Lana, Buchhandlung Pötzelberger... Monat um Monat einen Schritt weiter.
Anfang Dezember 2008 liefen alle zwölf in einem kleinen nächtlichen „Defilee“ im Rahmen des Kunst & Handwerkmarktes im Schloss Kallmünz.

www.kallmuenz.it

WIR FREUEN UNS AUF SIE ALS SPONSOR!

FABRIK AZZURRO arbeitet mit Partnerinstitutionen und wird bei seinen Projekten mit Förderbeiträgen der Öffentlichen Hand sowie privaten Mitteln unterstützt. Das persönliche Engagement der Mitwirkenden von FABRIK AZZURRO ist Inspirationsquell, Vergnügen und Garant einer professionellen Kulturarbeit. Die Realität ruft jedoch auch nach einer finanziellen und materiellen Absicherung des kreativen Schaffens. Deshalb: Lassen Sie sich von unseren Ideen mitreißen, werden Sie Teil von uns und unterstützen Sie uns mit einem Sponsorbeitrag! Wir können Ihnen verschiedenste, speziell für Sie abgestimmte Unternehmenspräsentationen innerhalb unserer Projekte anbieten.

Kontakt: Kerstin Kahl, Tel. +39 334 9674084, kerstin.kahl@gmx.net



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